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Containerwagen

... selbsterstellt als H0-Wagen für Werbezewecke mit Firmenlogo

Ziel ist es, für unsere Firma, die Dunloplan-Objekt GmbH, einen H0-Wagen mit Firmenlogo für Werbezwecke anzuschaffen. Ein großes Problem sind die Mindeststückzahlen, die die bekannten Modellbahnhersteller dabei produzieren möchten. Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Waggons hat mich allerdings nicht richtig überzeugt.

Techniken für die Beschriftung

Tampondruck

Die Tampondrucktechnik ist eigentlich die beste Technik für solch ein Vorhaben. Dieses Verfahren wird von allen Herstellern zum Bedrucken der Modellbahnprodukte angewendet. Es ist jedoch auch ein industrielles Verfahren, welches nur bei großen Stückzahlen profitabel ist. Beim Druck wird über einen Drucktampon (ähnlich mit einem Schwamm), der mit Silikonöl versehen wird, zu die zu druckende Farbe von einer gravierten Positivplatte abgehoben und auf die Druckfläche übertragen. Bei genauer Einstellung sind hier auch sehr präzise Mehrfarbendrucke möglich. Durch die Einrichtung des Druckwerkes entstehen zunächst einige Fehlrdrucke. Ab einer Stückzahl von 500 ist dieses Verfahren lohnenswert. Einige Modelbahnfirmen bieten jedoch schon ab 100 Stücke Tamponbedruckungen an, was sich dann aber auch im erhöhten Preis niederschlägt.

Bedruckung mit Klebe- oder Decal-Folie

Bedruckungen auf einfachen flachen Druckflächen lassen sich mit einer Klebefolie lösen, dabei wird die Folie im Drucker bedruckt und dann auf den H0-Wagen geklebt. Dies geht auch schon mit geringen Stückzahlen.

Eine bessere Methode ist jedoch die Verwendung von Nassschiebebildern den sog. Decals. Diese Methode wird sehr oft im Modellbau angewendet. Es wird eine transparente Folie mit einem Laser- oder Tintenstrahldrucker bedruckt. Diese Drucke werden dann ausgeschnitten und auf den Wagen fixiert. Ein Nachteil ist jedoch, dass bei Verwendung von herkömmlichen Druckern die Farbe "Weiß" nicht gedruckt werden kann. Als Alternative kann weiße Decal-Folie verwendet werden.

Professionell werden Decal-Folien mit der Microdry-Technik und speizellen Drucken (OKI DP-5000, ALPS DP-5000) hergestellt. Hierbei werden spezielle Farbbänder benutzt. Das Prinzip ist etwa mit dem Thermotransferdruck zu vergleichen. Für kleine Stückzahlen und den Privatgebrauch ist die Anschaffung eines solchen Druckers jedoch zu teuer.

Entscheidung:

Ich habe mich für die Verwendung von transparenten Decal-Folien enschieden. Die können auf vorhandenen Druckern bedruckt werden. Die Logos für die Folie wurden mit der Software Inkscape erstellt.

Modellbahnwagen

Bei den bekannten Herstellern sind schon lange keine unbedrucken Wagen mehr erhältlich. Auch die Auswahl der Wagen hat mich wenig beeindruckt. Da unsere Firma eigentlich keinen Bahntransport nutzt und alles über Speditionen abgewickelt wird, fiele ein Bahnwaggon speziell ein Stückgutwaggon eigentlich aus. Es werden aber für den Versand nach Übersee Container verwendet. Die Idee, einen Container-Waggon als H0-Wagen zu nutzen, schien mir deshalb als geradezu optimal.

Die uncolorierte Container-Bausätze werden von Conrad geliefet. Diese Container haben den Vorteil, dass die Türchen geöffnet werden können. Es könnte somit auch eine passende Ladung gebastelt werden, die das Ladegut der entsprechenden Firma widerspiegelt. Die Passgenauigkeit des Containers läßt jedoch zu Wünschen übrig, da es bei der Modellbahn leider keine einheitlichen Container gibt. Die Fixiierlöchlen des Containers müssen mit einem Dremel nachbearbeitret werden. Nach einiger Suche in den enschlägigen Foren bin ich auf einen Container-Wagen einer österreichischen Firma gestoßen, der sich für meine Zwecke sehr gut eignen könnte.

Wahl der Folie

Nach einem nicht sehr positiv verlaufenen Test der Decal-Folie für Tintenstrahldrucker, da die Versieglung nicht sehr erfolgreich war, und die Farbe verlaufen ist, habe ich mich für eine Laser-Drucker-Folie entschieden. Das ist die Folie mit dem blauen Hintergrund, die auch bei gekauften Decals verwendet wird, ist zwar etwas teurer, aber Resultat hält es die Farbe auch besser.

Arbeitsschritte

Container-Beschriftungen von www.containerhandbuch.de
Entwurf der Decal-Folie mit Inkscape
  Bedruckung auf Decal-Folie für Laser-Drucker
  Versiegelung der Decals mit Mr. Metal Primer und enen Pinsel
  Einfärbung mit Acryl-Farbspray (grau-matt)
  Ablösen der Decals in lauwarmen Wasser
  Aufbringen der Decals und Abtupfen mit einem Küchentuch
  Aufbringen des Weichmachers Mr. Mark Softer
  Versieglung der aufgebrachten Decals mit Topcoat Klarlackspray
fertiger Waggon mit DPO-Container
in Plastikschutzverpackung

Fertig !!!

Die Waggons von ADAM-Modellbau wurden geliefert und entsprechen meinen Vorstellungen. Der Wagen wurde in einer Schachtel geliefert, in der mühelos ein 40ft-Container hineinpasst. Leider sind die Puffern minimal zu kurz und die Trittflächen sind sehr filigran somit kritisch für einen Abbruch. In Anbetracht des Preises ist dies allerdings akzeptabel. Ich hoffe jetzt auf zufriedene Modellbahner unter den Kunden unserer Firma!

Quellen:

Projekte

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